Hochfrequenz-Oszillationsventilation (HFOV) ohne Vorteil bei Patienten mit ARDS

Das Prinzip der Hochfrequenzoszillationsventilation (HFOV) sind oszillationsbedingte Schwingungen der Gassäule mit der Möglichkeit kollabierte Lungenareale zu rekrutieren und sehr kleine Atemzugvolumina vereinbar mit einer protektiven oder ultraprotektiven Beatmung zu generieren. Im Gegensatz zu Neugeborenen war der Benefit dieser Beatmungsform, die nur mit speziellen Beatmungsgeräten durchgeführt werden kann, bei Erwachsenen bislang nicht klar.
Jetzt wurden zwei große Studien zu dieser Thematik publiziert. in der britischen OSCAR-Studie(1) wurden 398 Patienten mit ARDS randomisiert zu HFOV oder Standardbeatmung. Der primäre Endpunkt, die 30 Tage Mortalität war in beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich (41,7 % versus 41,1 %). Die OSCILLATE-Studie(2) der Canadian Critical Care Trials Group mit ähnlichem Design musste nach 548 von geplanten 1200 Patienten sogar gestoppt werden, da sich in der HFOV-Gruppe eine signifikant erhöhte Mortalität im Vergleich zur Kontrollgruppe ge-zeigt hatte (47 % versus 35 %; P = 0,005).

  1. High-Frequency Oscillation for Acute Respiratory Distress Syndrome
    Young D et al.
    N Engl J Med. 2013 Jan 22. [Epub ahead of print]
  2. High-Frequency Oscillation in Early Acute Respiratory Distress Syndrome
    Ferguson ND et al.
    N Engl J Med. 2013 Jan 22. [Epub ahead of print]

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