Ankündigung: 50. Gemeinsame Jahrestagung der DGIIN und ÖGIAIN

„Internistische Intensivmedizin – Grenzen überwinden“: Internistische Intensiv- und Notfallmediziner tagen in Köln

Köln, Mai 2018 – Eine schnelle Reaktion, hochwertige Behandlungskonzepte und ein breites medizinisches Fachwissen – das sind wichtige Kompetenzen eines gut qualifizierten Intensivbehandlungsteams. Für den Behandlungserfolg ist auch entscheidend, dass die Intensivmediziner fächerübergreifend und interdisziplinär zusammenarbeiten. Aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) das Motto „Internistische Intensivmedizin – Grenzen überwinden“ für ihre diesjährige Jahrestagung gewählt. Ärzte, Pflegende und Rettungsassistenten haben das Programm daher gemeinsam erstellt. Die Tagung findet vom 13. bis 15. Juni 2018 in Köln statt.

„In den vergangenen 50 Jahren hat sich die internistische Intensiv- und Notfallmedizin extrem gewandelt. Große medizinische Fortschritte ermöglichen es, schwerkranke Patienten erfolgreich zu behandeln“, sagt Professor Dr. med. Michael Buerke, Tagungspräsident der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und der Österreichischen Gesellschaft für Internistische und Allgemeine Intensivmedizin und Notfallmedizin (ÖGIAIN). Auch die Jahrestagung habe sich mehr und mehr von einer reinen wissenschaftlichen Tagung zu einer intensivmedizinischen Veranstaltung für Ärzte, nichtärztliches Personal und Studenten entwickelt. „Dies ist von großer Bedeutung, da es für den Therapieerfolg gerade in der Intensiv- und Notfallmedizin auf das gemeinsame hohe Engagement des pflegenden und ärztlichen Personals ankommt“, so Buerke weiter, der Chefarzt an der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin am St. Marienkrankenhaus Siegen ist. Ein Schwerpunkt der Jahrestagung ist daher neben den intensivmedizinischen Themen, der Notfall- und Rettungsmedizin sowie dem Krankenhausmanagement auch die Intensivpflege.

Die Mehrzahl der akut schwer erkrankten Patienten, die über die Notaufnahmen stationär aufgenommen werden oder sogar als Notfall auf einer Intensivstation landen, zeigen internistische Krankheitsbilder. Hinzu kommt, dass die Anzahl von geriatrischen, multimorbiden und schwer chronisch kranken Patienten aufgrund des demographischen Wandels stetig zunimmt. Bereits heute liegt der Anteil der über 80-jährigen Patienten bei zehn bis 20 Prozent aller Intensivaufnahmen. „Diese Patienten brauchen eine qualitativ hochwertige internistische intensiv- und notfallmedizinische Versorgung, die breit auf Erkrankungen aller lebenswichtigen Organsysteme ausgerichtet ist“, sagt Professor Dr. med. Reimer Riessen, Präsident der DGIIN und Leiter der Internistischen Intensivstation des Universitätsklinikums Tübingen anlässlich der bevorstehenden Tagung. „Vor diesem Hintergrund ist es unerlässlich, die internistische Intensiv- und Notfallmedizin innerhalb der interdisziplinären Zusammenarbeit zu stärken. Denn die internistischen Intensiv- und Notfallmediziner haben bei multimorbiden Patienten eine ganzheitliche Perspektive auf die verschiedenen Krankheitsbilder – sei es bei Sepsis, Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungen- oder Nierenversagen, Herz-Kreislauf-Wiederbelebung oder Herzinsuffizienz.“

Was es braucht, um die Intensivstationen und Notaufnahmen zukunftssicher zu machen, erläutert Professor Riessen auf einer Pressekonferenz am 13. Juni 2018 zwischen 11.30 und 12.30 Uhr in Köln. Weitere Themen der Pressekonferenz sind die Intensivmedizin als High-Tech-Medizin mit Organersatzverfahren und, welche Chancen aber auch Risiken sich daraus ergeben. Als ein anderer Aspekt wird die Ethik in der Intensivmedizin beleuchtet. Hier werden Experten erklären, welche ethischen Grenzen es gibt, wie viel Therapie die Patienten brauchen und warum sich Intensiv- und Notfallmediziner auch als Anwälte der Patienten sehen.

***Bei Abdruck Beleg erbeten***

Kontakt für Journalisten:
Sabrina Hartmann
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